Öffentliche Veranstaltung: Grosse Mehrheit für IG-Varianten

Eindeutiger hätte das Urteil der Teilnehmenden der öffentlichen Veranstaltung nicht sein können. Während die Varianten des Stadtrates auf keine Gegenliebe stiessen, überzeugten die neuen Varianten die Bevölkerung. Damit bestätigten die Anwesenden die Meinung der Delegierten des partizipativen Planungsverfahrens.

In der aktuellen Berichterstattung wird der Tatsache aber kaum Rechnung getragen, dass im Workshop-Verfahren der Stadt lediglich ein Drittel der Delegierten (8) die Bevölkerungssinteressen vertreten. Die anderenDelegierten entfallen auf Industrie- und Gewerbevertreter, Landbesitzer, lokale und kantonale Behörden und Vertreter von betroffenen Vereinen.

Die Ablehnung gegenüber den Stadtrats-Varianten ist also nur zu einem Drittel damit begründet, dass für Hegis Bevölkerung Lärm entsteht oder das Naherholungsgebiet Hegmatten um das Schloss Hegi massiv beeinträchtigt wird. Die Vertreter der Wirtschaft setzen sich beispielsweise dafür ein, dass Neuhegi/Grüze einen Verkehrsanschluss erhält, der eine effiziente, logistische Versorgung des Standortes sicherstellt. Je direkter die Erschliessung, desto attraktiver der Standort.

Die Stadtrats-Varianten mit ihren komplizierten Linienführungen bedeuten Zeitverlust, sind Stau anfällig und besonders für Schwertransporte nicht geeignet. Ausserdem fährt kein Lastwagenchauffeur gerne an Schulhäusern vorbei. Aus diesen Gründen können die alten Varianten Neuhegi/Grüze keine attraktive Zukunft als Wirtschaftsstandort sichern.

Eine Erschliessung muss eine Investition sein. Eine Erschliessung sollte der Wirtschaft Entwicklungsmöglichkeiten bieten, ohne die Wohnqualität wesentlich zu schmälern. Die alten Varianten scheitern an diesen wichtigen Kriterien. Dies belegen der grosse Widerstand und die Tatsache, dass es ausserhalb der Behörden kaum Befürworter für diese Varianten gibt.

Mit den beiden neuen Varianten liegen Lösungsansätze auf dem Tisch, wo Wirtschaft und Bevölkerung überzeugt sind, dass auf ihrer Basis eine gute Lösung möglich ist! Diese Lösungsansätze sind aber noch nicht zu Ende gedacht. Die neuen Varianten müssen jetzt so optimiert werden, dass jeder eingesetzte Steuerfranken eine gute Investition in Winterthurs Zukunft ist.

Das Workshop Verfahren der Stadt bietet die grosse Chance, eine solche Optimallösung zu finden. Die IG Erschliessung Hegi wird sich weiterhin dafür einsetzen!

Bilder

variante-2.jpg
variante-3.jpg
variante-6_1.jpg
variante-5.jpg

Weiterführende Informationen:

Artikel empfehlen/teilen