Stadtrat entscheidet sich für Tunnel!

Der Winterthurer Stadtrat hat entschieden, dem Kanton die Umsetzung der Variante 6u zu empfehlen. Diese unterquert Hegi und soll irgendwo auf der Höhe von Keller Glas an die Oberfläche kommen. Die IG Erschliessung Hegi ist erfreut, dass sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass es keine gute oberirdische Lösung gibt!

Die IG Erschliessung Hegi hat die Variante 2a favorisiert, welche in die Seenerstrasse einmündet. Die Seenerstrasse ist dank ihrer tiefergelegten Lage und der Distanz zu Wohnquartieren ideal für viel Verkehr geeignet.

Leider sehen die Verkehrsingenieure der Stadt Winterthur bei dieser Variante grosse Probleme bei Mehrverkehr. Die Unterstützung der Stadt war unter diesen Voraussetzungen nicht zu gewinnen.

Stadtrat geht auf Bedürfnisse zum Schutz des Naherholungsgebietes ein

Bei der Variante 6u sah die IG das Problem, dass bei den Planungsdokumenten im Workshop Verfahren das nördliche Tunnelportal mitten im Naherholungsgebiet lag. Die IG hat dem Stadtrat darum signalisiert, dass die IG diese Variante nur unterstützen kann, wenn das Tunnelportal nicht im kritischen Bereich zwischen Sportplätzen und Schloss Hegi liegt (vgl. Bild 2).

Unterstützung erhielt die IG auch von der Industrie, welche forderte, dass die Erschliessung nicht zu Lasten von bestehenden Industrie-Arealen gehen dürfe. Der Stadtrat hat darum Bereitschaft signalisiert, bei der Eingabe der Variante das Tunnelportal nach Norden zu verschieben.

IG unterstützt Variante 6u

Weil die Variante 6u den Grossteil der Hegemer Bevölkerung vor Mehrverkehr schützt und der Stadtrat beim nördlichen Tunnelportal Kompromissbereitschaft erklärt hat, hat sich die IG entschieden, die Variante zu unterstützen.

Die nächsten Schritte sind jetzt, dass der Kanton den Richtplan für die geplante Variante eintragen lässt. Ausserdem muss die Finanzierung geklärt werden. Die Stadt geht mit folgender Begründung davon aus, dass die Finanzierung der Variante Sache des Kantons ist:

  • Der Kanton hat das Gebiet Neuhegi/Grüze als Zentrumsgebiet festgelegt
  • Es gibt keine mehrheitsfähige billigere Lösung
  • Die Umsetzung des bestehenden Richtplans hätte Kosten in gleicher Höhe verursacht.
  • Die Erschliessung verbessert auch den Anschluss des Tösstals an die Autobahn, welches ebenfalls eine kantonale Aufgabe ist.

Sobald der Richtplan eingetragen ist und die Finanzierung geklärt ist, startet die Projektierung. Hier wird dann die definitive Linienführung und damit die genauen Tunnelstandorte festgelegt.

Die IG sieht bei der Variante 6u noch diverse Optimierungspotentiale. Besonders weil die Erschliessung in die Sulzerallee einmündet, wo zukünftig auch viele Wohnungen geplant sind. Wir sind darum sehr froh, dass Stadt und Kanton Bereitschaft erklärt haben, uns auch in der weiteren Ausarbeitung zu involvieren.