Regierungsrat legt neuen kantonalen Richtplan auf

Im Rahmen der nächsten Teilrevision des kantonalen Richtplanes soll nach Wunsch des Regierungsrates auch die Zentrumserschliessung Neuhegi/Grüze im Richtplan aufgenommen werden.

Der vorgeschlagene Richtplaneintrag enthält keine eigentlichen Überraschungen, da er grundsätzlich dem Vorschlag der Stadt Winterthur folgt. Der neue Richtplan übernimmt die Variante 6u. Diese Variante wird von der Stadt Winterthur, den Wirtschaftsvertretern und von Bevölkerungsvertretungen unterstützt wird.

Wiesendangen: Brücke statt Tunnel

Die einzige Anpassung betrifft den Norden. Hier hat das AWEL keinen Tunnel bewilligt, weil dieser mitten durch den Grundwasserstrom führe und Alternativen vorhanden wären. Jetzt plant der Kanton eine Brücke über die SBB Geleise. Noch nicht ganz vom Tisch ist die ursprüngliche oberirdische Variante. Diese wird im Richtplan noch als Alternative aufgeführt.

Keine Änderungen im Süden

Der Tunnel im Süden bleibt so wie angedacht. Noch nicht ganz klar ist die genaue Lage des südlichen Tunnelportals. Auch hier enthält der neue Richtplan noch eine Variante.

Alter Richtplan ist Geschichte

Definitiv vom Tisch ist mit der Richtplanänderung die alte Richtplan Variante (Strasse/Tunnel entlang den Geleisen). Diese wird aufgrund der neuen Erschliessung gestrichen. Ebenfalls vom Tisch ist die Abklassierung der Frauenfelderstrasse. Die Frauenfelderstrasse behält somit Ihren Status als kantonale Hauptverkehrsstrasse (HVS).

Wie weiter?

Bis am 30. September wird der neue Richtplan öffentlich aufgelegt. Der Kantonsrat wird dann nächstes Jahr über den neuen Richtplan entscheiden. Fällt dieser Entscheid positiv aus, kann die Erschliessung projektiert werden. Dafür wird es voraussichtlich einen Volksentscheid der Winterthurer Bevölkerung gehen. Dies obwohl der Kanton die Kosten der Projektierung übernimmt.

Die Projektierung wird danach über den definitiven Linienverlauf bestimmen und die Umsetzungskosten schätzen. Für die Umsetzung wird ein nächster Volksentscheid nötig sein.

Heute geht man davon aus, dass die Umsetzung frühestens 2023 beginnen wird.