Oben leben - unten fahren! Mitglieder beschliessen Positionen!

An der ausserordentlichen Mitgliederversammlung vom 6. Juli haben knapp 50 Mitglieder einstimmig entschieden, dass die IG die Bevölkerung und das lokale Gewerbe Hegis vertreten und sich für den Schutz von Wohnbevölkerung und Naherholungsgebiet einsetzen soll. Ausserdem wurden die Delegierten für das Workshop Verfahren der Stadt gewählt.

Die IG Erschliessung Hegi ist schnell gewachsen. Seit der Gründung am 17. April im kleinen Kreis sind über 100 Mitglieder dazugestossen. Geeint in der Opposition gegen die Variante des Stadtrates konnten zentrale Fragen, wie wessen Interessen die IG vertritt und die genauen Positionen nie mit der Basis abgestimmt werden. Dies war der Zweck der einberufenen ausserordentlichen Mitgliederversammlung.

Die IG vertritt Bevölkerung und lokales Gewerbe Hegis

Die Gründerinnen und Gründer der IG wollten möglichst viele Interessen vertreten. So suchte man neben dem Kontakt zur Bevölkerung auch den Kontakt zu kleinen und grossen Unternehmen, Freizeit- und Sportvereinen und führte Gespräche mit umliegenden Quartieren und Gemeinden. Der grosse Vorteil war, dass rasch eine ernstzunehmende Opposition gebildet werden konnte. Als die Stadt das kooperative Verfahren eingeleitet hat, wurde klar, dass grosse Unternehmen, die umliegenden Quartiere, Wiesendangen und die Sportvereine eigene Vertretungen in das Verfahren entsenden können. Darum beantragte der Vorstand bei seinen Mitgliedern, dass die IG "die Bevölkerung und das lokale Gewerbe Hegis" vertreten sollten. Die Mitglieder haben diesem Vorschlag einstimmig angenommen.

IG setzt sich ein für Wohnbevölkerung und Naherholungsgebiet

Auch Positionen und Ziele der IG wurden diskutiert und schlussendlich ohne Gegenstimme festgelegt: Die IG solle sich im Workshop Verfahren der Stadt für eine Lösung einsetzen, welche die Wohnbevölkerung und das Naherholungsgebiet vor den negativen Auswirkungen einer Strasse schützt. Dabei legten die Anwesenden besonders hohen Wert auf Lärmschutz und (Schulweg-)Sicherheit.

Die IG kann zwei Delegierte ins Workshop-Verfahren entsenden. Die vom Vorstand vorgeschlagenen Delegierten (Bert Hofmänner, Präsident und Jürg Lüthy, Leiter Variantengruppe) wurden einstimmig bestätigt.

Gute Lösung nur mit Tunnel

Zum Schluss der Veranstaltung hatten die Mitglieder Gelegenheit, die bisher zusammengetragenen Variantenideen der IG zu begutachten und Feedback zu geben. Bezeichnend ist, dass die IG keine gute Lösung gefunden hat, welche vollständig oberirdisch zum Ziel führt. Deshalb beschlossen die Vereinsmitglieder, den Slogan "oben leben - unten fahren?" statt mit einem Fragezeichen mit einem Ausrufezeichen zu versehen!

Die IG wird sich im Workshopverfahren konstruktiv, aber bestimmt für eine quartierfreundliche, nachhaltige Lösung einsetzen. Eine Tunnellösung bringt neben einer Entlastung von Wohnbevölkerung und Naherholungsgebiet auch die Möglichkeit einer direkten Linienführung mit sich. Eine solche ist für Industrie und Gewerbe in Neuhegi und damit für die Entwicklung des urbanen Zentrums vorteilhaft! Die IG ist darum überzeugt, dass das kooperative Verfahren der Stadt eine sehr gute Chance bietet, eine bessere Lösung für alle Betroffenen zu finden.

Das kooperative Verfahren der Stadt beginnt am 18. September und findet seinen Abschluss am 26. Februar 2013 mit einer öffentlichen Veranstaltung. Daraufhin wird der Stadtrat im März 2013 das weitere Vorgehen entscheiden.

Die Folien der Versammlung können unter untenstehendem Link heruntergeladen werden. Das Protokoll kann bei unserer Aktuarin eingefordert werden.

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