Leserbrief von Andreas Geering

In seinem Leserbrief im Landboten zeigt Andreas Geering (Vorstandmitglied der IG Erschliessung Hegi) auf, dass Neuhegi/Grüze für die Zukunft Winterthurs wichtig ist!

Im Landboten steht, dass es beim Planungspaket Neuhegi-Grüze um «die Zukunft eines ganzen Stadtquartiers» geht. Dabei ist dies noch untertrieben. Das ehemalige Industriegebiet ist grösser als die Altstadt und das Areal Sulzer-Stadtmitte zusammen. Mit der Entwicklung dieser Fläche wird nicht nur ein Quartier geplant. Es geht um die Entwicklung eines Zentrums des Bipolaren Winterthur und somit um die Zukunft der ganzen Stadt.

Mit der vorliegenden Planung besteht das Potenzial für 3500 Einwohner und Einwohnerinnen. Mit den drei S-Bahn Stationen Oberi, Grüze und Hegi entsteht dieser Wohnraum in Fussdistanz zur S-Bahn. Es gibt im ganzen Kanton kaum ein Entwicklungsareal, das besser vom ÖV erschlossen ist. Mit dem Wohnraum wird Druck von den grünen Stadträndern genommen.

Weiter sind bis zu 7500 Arbeitsplätze möglich. Mit dem Fokus auf Arbeitsplätzen wird dem Missverhältnis von Wohnen und Arbeiten in Winterthur entgegen gewirkt. Die Planung einer solchen Entwicklung muss auch den Verkehr berücksichtigen. Mit den drei S-Bahn Stationen und dem geplanten Bus-Korridor, inklusive Querung Grüze, ist der ÖV gut aufgestellt. Velorouten und Fusswege sind geplant.

Damit das Gebiet für Industrie und Gewerbe attraktiv ist, braucht es auch eine leistungsfähige Strassenerschliessung für Autos und Lastwagen. Seit 2011 fordert die CVP Oberwinterthur, dass eine solche Strasse unterirdisch zu führen ist. Das kooperative Planungsverfahren im vergangenen Jahr hat uns Recht gegeben. In Neuhegi-Grüze kann ein neuer Teil von Winterthur mit einem starken Fokus auf Arbeitsplätzen entstehen. Dies bedingt aber, dass sich Winterthur für das Paket als ganzes - mit Tunnel - ausspricht. Wenn einzelne Akteure nun versuchen aus ideellen Gründen Rosinen zu picken oder Teile zu verhindern, riskieren sie die Realisation der ganzen Entwicklung.