Noch kein Geld vom Bund

Der Bund hat beschlossen welche Projekte wie viel Geld bekommen. Winterthur bekommt relativ viel Geld, noch keines aber für die Erschliessungsstrasse. Der Entscheid ist nachvollziehbar.

Das Agglomerationsprogramm musste im letzten Juni vom Kanton Zürich eingereicht werden. Als die IG Erschliessung Hegi am 10. Mai den Hegi Marsch durchführte, lag das Dossier nicht mehr in Winterthur, sondern bereits beim Kanton. Der Kanton hat die erste (oberirdische) Variante des Stadtrats eingereicht, aber mit dem folgenden Satz ergänzt:

Die Verhandlungen für eine gemeinsame Lösung sind noch im Gange. Dabei werden auch alternative Linienführungen nochmals zu beurteilen sein.

Was bedeutet Priorität C?

Der Bund hat die Erschliessungsstrasse mit Priorität C bewertet. Priorität C gibt es für Projekte, bei welchen der Bedarf erkannt wird, die Projektreife aber noch nicht soweit fortgeschritten ist, dass bereits Geld gesprochen wird.

Dieser Entscheid des Bundes ist nachvollziehbar, da das kooperative Planungsverfahren noch gar nicht gestartet war, als die Eingaben für das Agglomerationsprogramm gemacht werden mussten.

Billige Lösung gibt es nicht

Das kooperative Planungsverfahren hat aufgezeigt, dass es keine billige Lösungen gibt, welche sowohl verkehrstechnisch als auch aus Sicht der Anwohner und Umwelt überzeugen können.

Gleichzeitig ist ein Zentrumsgebiet ohne direkten Anschluss an die Autobahn uneffizient und unsinnig. Grössere Verkehrsprobleme sind besonders auf der Seener- und Frauenfelderstrasse vorprogrammiert. Diese werden ihre Auswirkungen im ganzen östlichen Teil der Stadt haben und auch den ÖV erheblich blockieren.

Für ein starkes Winterthur muss deshalb gehofft werden, dass wir ins nächste Agglomerationsprogramm eine überzeugende Tunnelvariante für die Zentrumserschliessung einbringen können.